„Die furchtbarste Krankheit
ist die Angst.“​

Ernst Theophil Jucker

Krebs

Die Diagnose „Krebs“ verursacht einen Schock und eine massive Verunsicherung der betroffenen Patienten und ihrer Angehörigen. Gerade deshalb ist ein starkes Vertrauensverhältnis zum behandelnden Arzt wesentlich, um die Krankheit, die notwendigen Therapien und Nachsorgeuntersuchungen verstehen und begreifen zu können.

Prostatakrebs

Prostatakrebs ist in Österreich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Allerdings hat diese Erkrankung bei rechtzeitiger Erkennung eine sehr hohe Heilungs- und Überlebensrate.

Mithilfe der Bestimmung eines Blutwerts, des prostataspezifischen Antigens (PSA), kann eine Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms vorhersagt werden. Ein normaler PSA-Wert ist keine Garantie dafür, dass kein Krebs vorliegt. Und umgekehrt bedeutet ein erhöhter PSA-Wert nicht zwangsläufig an Prostatakrebs erkrankt zu sein.

Ich berate meine Patienten über die notwendigen und möglichen Diagnoseverfahren und erkläre den Behandlungsplan.

Therapiemöglichkeiten für einen Prostatakrebs im Frühstadium sind:

  • die komplette Entfernung der Prostata: diesen Eingriff (robotisch assistierte radikale Prostatektomie (RARP) führe ich am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder mit dem daVinci Operationsroboter durch, wenn möglich auch potenzerhaltend
  • Bestrahlung: hier besteht über das zertifizierte Prostatakrebszentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder eine enge Kooperation mit dem Institut für Radio-Onkologie des Klinikums Ottakring
  • Active Surveillance bedeutet aktive Überwachung: der Krebs kann vorerst in ganz bestimmten Fällen nur regelmäßig mittels Blutabnahme kontrolliert werden. Zeigt sich kein Fortschreiten, kann die Therapie noch warten.

Hormontherapie, Chemotherapie oder weiterführende medikamentöse Therapien kommen bei einem Fortschreiten der Erkrankung zum Einsatz. Zuvor stelle ich den Patienten über das zertifizierte Prostatakrebszentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder dem interdisziplinären Tumorboard vor. Dort wird eine Therapieempfehlung im Kreis von Experten festgelegt.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Meran, Vorstand der Abteilung für Hämato-Onkologie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, sodass eine lückenlose Betreuung meiner Patienten gewährleistet ist.

Was passiert bei der urologischen Vorsorgeuntersuchung?

  • ausführliches Gespräch
  • Harnbefund
  • Körperliche Untersuchung der Nierenlager, des äußeren Genitales, der Prostata.
  • Ultraschalluntersuchung der Nieren, Blase, Prostata, Hoden
  • Blutabnahme ggfs. mit PSA-Wert, Nierenwerten etc.

Nierenkrebs

Nierenkrebs ist eine relativ seltene Tumorerkrankung. Die Tendenz ist steigend, da im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen mittels Ultraschall Nierentumore im Frühstadium entdeckt werden können.

Es gibt keine typischen Symptome. Erst wenn der Tumor sehr groß ist, können Flankenschmerzen oder Blutbeimengungen im Harn auftreten.

Je früher ein Nierenkrebs erkannt wird, desto erfolgreicher ist in der Regel seine Behandlung. Neue Medikamente tragen auch zu einer Verbesserung des Krankheitsverlaufs bei.

Meist wird ein Nierentumor operativ entfernt. Das erfolgt wenn möglich organerhaltend. Am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder führe ich diese Eingriffe mit dem daVinci Operationsroboter durch.

Blasenkrebs

Ein typisches Symptom beim Harnblasenkrebs ist die meist schmerzlose Blutbeimengung im Urin (Hämaturie). Sollte diese auftreten, ist eine urologische Untersuchung unbedingt notwendig. Um einen Blasenkrebs zu erkennen, wird eine Harnblasenspiegelung durchgeführt.

Männer sind mehr als doppelt so häufig betroffen wie Frauen, außerdem steigt das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Lebensalter. Risikofaktor ist auch das Rauchen.

Die Therapie richtet sich danach, ob es ein oberflächlicher oder tief eindringender Tumor ist, verlangt aber immer eine Operation im Krankenhaus.

Oberflächliche Tumore entferne ich durch die Harnröhre mit einem sogenannten Resektoskop.

Beim tief einwachsenden Blasenkrebs muss die Harnblase komplett entfernt werden. Zuvor ist meist die Verabreichung einer Chemotherapie sinnvoll. Im interdisziplinären Tumorboard des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder werden die Therapieempfehlungen festgelegt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Meran.

Die Operation führe ich am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder mit dem Da Vinci Operationsroboter durch.

Peniskrebs

Bei Peniskrebs handelt es sich um bösartige Tumore der Haut. Der Peniskrebs ist äußerst selten.

Tumore am Penis werden häufig erst spät als Verhärtung oder Hautveränderung bemerkt. Aus Schamgefühl verschweigen die Männer die Veränderungen und verzögern damit die Diagnosestellung. Dies führt oft dazu, dass keine Heilung mehr möglich ist. Gerade bei dieser Erkrankung ist daher ein gutes Vertrauensverhältnis zum Arzt entscheidend für den eine mögliche Heilung.

Je nach Ausdehnung des Tumors kann eine lokale Entfernung des Tumors erfolgen.

Wenn der Tumor bereits fortgeschritten ist, muss ein Teil des Penis operativ entfernt werden. Je nach feingeweblichem Untersuchungsergebnis wird noch eine Lymphknotenentfernung in den Leisten durchgeführt. Alle Therapieentscheidungen werden im interdisziplinären Tumorboard des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder getroffen.